Wofür brennst Du?

Erst letzte Woche erlebte ich im Klarheitsgespräch eine Klientin, die Angst hat. Angst ist recht häufig Thema in meinen Beratungen, die ich natürlich berücksichtige, aber immer dabei empfehle, dies psychotherapeutisch abzuklären zu können. Sie ist im Job nicht unbedingt rasend unglücklich, aber die Sinnhaftigkeit wird für sie immer weniger und weniger. Ihr Bedürfnis nach „Sicherheit“ ist aber sehr groß und sie hat das Gefühl, dass dieses Bedürfnis sie hindert, sich zu trauen, irgendetwas an ihrer Jobsituation zu ändern. Und befindet sich somit in einer Pattstellung. Auf meine Frage, wofür sie denn brenne, was sie denn begeistere, wusste sie keine Antwort. Sie hat es vergessen, denn ihr Fokus wäre es, ihren Job gut zu erledigen und nicht weiter darüber nachzudenken. Irgendwann kam bei ihr dann das Gefühl „da stimmt doch was nicht“ und wir vereinbarten unseren Termin.

„Es war eine tolle und aufschlussreiche Einheit. Ich habe jetzt einen klareren Blick auf meine Situation, und konnte neue Denkanstöße mitnehmen.“

Wenn die Ratloskeit gross ist

Wenn die Ratloskeit gross ist

Oft ist es so, dass man trotz Unzufriedenheit im Berufsleben einfach keine Kraft oder Lust hat, sich mit Veränderungsszenarien zu beschäftigen. “Später” denkt man sich gerne und gönnt sich endlich etwas Entspannung nach einem anstrengenden oder sogar frustrierenden Arbeitstag. Unlängst kam ein Enddreißiger zu mir und meinte, das ganze letzte Jahr habe er bemerkt, dass irgendetwas nicht passe und dass er sich ausgelaugt fühle. Dabei laufe es im Privatleben richtig gut. Jetzt aber spüre er, dass er etwas für sein Berufsleben tun müsse und habe schon Ideen. Er sei sich aber unsicher, ob seine Ideen machbar oder doch zu riskant wären.

Im 2-stündigen Klarheitsgespräch, bei dem wir den Status Quo genau beleuchtet und die Gründe besprochen haben, wie es zum Status Quo gekommen ist, haben wir auch spielerisch seine Talente und Vorlieben überprüft und dabei seine grundsätzliche Lebenseinstellung berücksichtigt. “Jetzt habe ich konkrete Vorgangsweisen in der Tasche” sagte er und weg war er :-)